Marktvalidierung

Das Ende des Wohlfühl-Marketings

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Das Marketing war eine der ersten Disziplinen, die von der digitalen Transformation erfasst wurden. bsa-Experte Thomas Escher hat bei Ingo Stolls Masters of Transformation Podcast #MOTcast vorbeigeschaut und über Co-Creation, die Zukunft des Agenturnetzwerks und innovative Marktbearbeitung geplauscht. Hier ein paar Auszüge daraus:

„Im Best Case fängt digitales Marketing bei der Produktentwicklung an. Es macht keinen Sinn mehr, blind ein Produkt zu entwickeln, und mit allem in den Markt zu drücken, was die Performance-Maschinerie aufzufahren hat. Wir müssen eigentlich einen Schritt zurück gehen und uns fragen: Wen wollen wir erreichen? Welche Kunden passen zu unserer Marke? Was haben sie für Sorgen? Welchen Service kann ich bieten, um meine Kunden weiter an meine Marke zu binden? Marketing ist heute mehr als das reine Versenden von Botschaften.” (00:13:30)

„In der Agenturwelt gibt es zurzeit zwei Protagonisten: Die einen sind klassische Kreativagenturen, die versuchen, auch strategische Marketing-Kommunikationsberatung zu implementieren. Die anderen sind Unternehmensberater, die aus dem Business Modeling-Ansatz kommen, aber das Produkt auch emotional aufladen müssen, um es zu verkaufen. Ich glaube diejenigen, die beides miteinander verheiraten können, haben künftig die Nase vorn.” (0:22:50)

„Wenn ich als Expertennetzwerk gute Leute haben will, muss ich sie auch fair bezahlen. Dann muss ich dazu bereit sein, Renditen abzugeben, um Leute an mich zu binden, die ein ähnliches Werteverständnis teilen. Wenn ich das nicht tue, werde ich mittelfristig in diesem Markt nicht bestehen können.” (00:34:30)

„Die jungen Wilden gucken heute eher in Richtung Start-Ups, das hat mehr Sex Appeal. Was vielleicht auch daran liegt, dass sich Agenturen nicht mehr klar positionieren.” (00:37:50)

„Die Learnings aus Co-Creation-Prozessen können auch in Unternehmen transferiert werden. Wenn ich es als Marketier schaffe, meine Stakeholder abzuholen und mitzunehmen, werden sie auch viel weniger gegen Projekte argumentieren — einfach, weil sie an der Entwicklung beteiligt waren, und selbst ein Involvement haben.” (1:11:30)

Den ganzen Podcast gibt es hier.